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Thursday, July 2, 2015

Preisabsprache für die Fluggesellschaften in den Vereinigten Staaten?


Die marktbeherrschenden US-Fluggesellschaften stehen im Verdacht, durch gemeinsame Ticket-Verknappung ihre Preise in die Höhe zu treiben. Das US-Justizministerium ermittelt jetzt wegen möglicher Preisabsprachen.
Von Sabrina Fritz, ARD-Hörfunkstudio Washington
In den vergangenen Jahren haben in den USA viele Fluggesellschaften fusioniert. Jetzt gibt es nur noch vier große Airlines, die auch Europa anfliegen: American Airlines, Delta, United und Southwest. Sie transportieren 80 Prozent aller Passagiere in den USA. Halbleere Flieger, die von Atlanta nach Los Angeles fliegen, gibt es seitdem nicht mehr - fast jeder Flug ist bis auf den letzten Platz ausgebucht.


Ticketpreise kräftig gestiegen

Mit den Zusammenschlüssen ist offenbar das passiert, was viele Verbraucherschützer befürchtet hatten: Die Ticketpreise sind gestiegen, denn es gab nicht mehr so viel Auswahl. Im Durchschnitt kostet ein Inlandsflug in den USA heute 17 Prozent mehr als vor fünf Jahren.
"Ich frage mich warum das so ist, obwohl die Benzinpreise doch ständig sinken", sagt der demokratische Senator Charles Schumer. Die Fluggesellschaften haben offenbar kräftig mitgeholfen, die Anzahl der Plätze niedrig und damit die Preise hoch zu halten. Das Justizministerium untersucht jedenfalls, ob es "ungesetzliche Absprachen gab".

Ministerium genehmigte Fusionen

Die Fluggesellschaften haben den Vorwurf zurückgewiesen und Zusammenarbeit angeboten. Wettbewerbsexperten wie Joel Chefitz finden die Entscheidung schwierig: "Es war doch das Justizministerium, das die Fusionen genehmigt hat."

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